Scha Gorina

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Schar Gorina (severostaranisch: Šarska Gorina, kyrillisch: Шарска Горина) ist eine Gebirgs- und Karstregion in Vesteran, etwa 200 Kilometer von Vinaši entfernt. Bekannt wurde die abgelegene Hochlandlandschaft vor allem durch die archäologische Fundstätte Ugilev III, eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Entdeckungen im severanischen Raum.

Geographie

Schar Gorina liegt im vesteranischen Binnenland und ist durch Karsthochflächen, Geröllhänge und karge Gebirgszüge geprägt. Die Region war lange vor allem als Weide- und Wandergebiet bekannt. Ihre abgeschiedene Lage trug dazu bei, dass archäologische Spuren dort erst spät systematisch untersucht wurden.

Ugilev III

Die wichtigste Fundstätte der Region ist Ugilev III. Unter einer Geröllschicht wurde dort eine ringförmige Mauer von etwa 30 Metern Durchmesser freigelegt. Im Zentrum der Anlage befand sich eine Grabkammer, deren Innenwände mit Kupferplatten ausgekleidet waren. Der Hauptbestattete trug körperformende Kupferplatten und eine kupferne Gesichtsmaske.

Ein Fund aus der Anlage, eine deformierte Kupferspirale mit menschlichen Fingerknochen, wurde auf etwa 6870 ± 180 Jahre vor heute datiert. Ugilev III gilt daher als Fundstätte der späten Kupfersteinzeit.

Um die zentrale Grabkammer herum fanden sich 66 bewaffnete Kriegerbestattungen sowie im südlichen Bereich die Überreste von mindestens 33 Frauen. Da die Knochen der Krieger keine unverheilten Kampfspuren aufweisen, wird die Anlage heute meist als rituelles Grab- und Opfermonument gedeutet.

Baan-Ababeki

Ugilev III wird häufig mit der bankaharischen Legende von Baan-Ababeki in Verbindung gebracht. Nach dieser Überlieferung kehrte Baan-Ababeki, Sohn des Sonnengottes Baan-Hananuna, mit den Führern seiner 66 Legionen in die Welt der Götter zurück. Die Zahl der in Ugilev III gefundenen Krieger gilt als wichtiges Argument für diese Deutung.

Ob der Tote in der zentralen Grabkammer tatsächlich die historische Grundlage der Gestalt Baan-Ababeki bildete, ist umstritten.

Funde und Rezeption

Zu den bekanntesten Funden gehören die kupferne Gesichtsmaske, die Kupferplatten der Grabkammer, Waffenbeigaben, Tieropfer sowie ein kleines poliertes Ziegenhorn aus dem südlichen Opferbereich.

Die wichtigsten Funde werden im Museum für Vor- und Frühgeschichte von Vinaši ausgestellt. Besonders das Ziegenhorn gilt in der vesteranischen Erinnerungskultur als Symbol für die menschliche Dimension der Grabung.

Schar Gorina nimmt heute eine besondere Stellung in der Vorgeschichte Vesterans ein. Die Region steht zugleich für frühe technische und kultische Komplexität sowie für die Gewalt archaischer Opferpraktiken.

Literatur

  • Lilian Day: Schar Gorina. Ein Beitrag zum Mediatore 2013, 2013.