Lazar
| Lazar Radovanović | |
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| Geboren | 20. November 1946 in Vinasy (Vesteran) |
| Gestorben | 31. Oktober 2025 im Alter von 78 Jahren |
| Wohnort | Vinasy (Severanien) |
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Patriarch der Vesteranisch-Orthodoxen Kirche
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| Vorgänger | Nikodim II. |
| Nachfolger | Nikodim III. |
Lazar (kyrillisch: Лазар; bürgerlich Lazar Radovanović (Лазар Радовановић); * 20. November 1946 in Vinasy, Vesteran; † 31. Oktober 2025 ebenda) war von 2009 bis zu seinem Tod Patriarch der Vesteranisch-Orthodoxe Kirche. Während seines sechzehnjährigen Patriarchats stand er an der Spitze der autokephalen Kirche, deren kanonisches Gebiet Vesteran, Kaysteran, Aressinien, Pelagonien sowie Teile der severanischen Diaspora umfasst.
Leben und Werdegang
Über die frühe Biografie von Lazar ist wenig bekannt. Vor seiner Wahl zum Patriarchen bekleidete er verschiedene geistliche Ämter innerhalb der Vesteranisch-Orthodoxen Kirche und war in theologischen sowie pastoral-administrativen Aufgaben tätig.
Nach der Wiedervereinigung der historischen Erzbistümer und der Errichtung des Patriarchats von Vinasy wurde Lazar am 20. Oktober 2009 zum Patriarchen der Vesteranisch-Orthodoxen Kirche gewählt.
Patriarchat
Als Patriarch trug er den offiziellen Titel „Seine Seligkeit Lazar, Patriarch von Vinasy und Vesteran“.
Lazar galt als Befürworter einer engen Verbindung zwischen Kirche und vesteranischer nationaler Identität. Er betonte die Bedeutung christlicher Traditionen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sprach sich wiederholt für monarchistische Ideale als Ausdruck historischer Kontinuität und nationaler Einheit aus.
Während seines Patriarchats erlebte die Vesteranisch-Orthodoxe Kirche eine Phase der Erneuerung und gesellschaftlichen Wiederbelebung. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche kulturelle und soziale Projekte gefördert sowie die Beziehungen zu den orthodoxen Kirchen Severaniens und der Diaspora ausgebaut.
Als Patriarch war Lazar „primus inter pares“ unter den Bischöfen der Vesteranisch-Orthodoxen Kirche. Er leitete die Sitzungen des Heiligen Synods, vertrat die Kirche nach außen und stand den wichtigsten liturgischen Feiern in der Kathedrale des Heiligen Sava vor.
Tod
Am 31. Oktober 2025 gab die Kanzlei des Patriarchats den Tod Lazars bekannt. Sein Ableben löste landesweite Trauerfeiern aus. Zahlreiche Gläubige, Geistliche sowie Vertreter von Staat und Gesellschaft erwiesen ihm in der Kathedrale des Heiligen Sava in Vinasy die letzte Ehre.
Die Beisetzung erfolgte im November 2025 unter großer öffentlicher Anteilnahme. Anschließend leitete der Heilige Synod die Wahl eines Nachfolgers ein. Am 7. Februar 2026 wurde der Metropolit und Erzbischof von Prašovo zum neuen Patriarchen gewählt, der den Namen Nikodim III. annahm.
Rezeption
Innerhalb Vesterans genoss Patriarch Lazar hohes Ansehen sowohl unter orthodoxen Gläubigen als auch in Teilen der säkularen Bevölkerung, die die Kirche als kulturelles und historisches Erbe betrachten. Befürworter würdigten ihn als Erneuerer der Kirche und Bewahrer nationaler Traditionen.
Kritiker verwiesen hingegen gelegentlich auf die enge Verbindung zwischen Kirche sowie monarchistischen und nationalkonservativen Strömungen während seines Patriarchats.