NAPRED

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НАПРЕД
NAPRED
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Parteifarbe Türkisblau
Sitz Vinaši (Severanien)
Gründung 9. Juli 2008
Mitglieder 0
Ausrichtung Nationalismus, Nationalkonservatismus
Vorsitz Snežana Jelić
Auflösung

Die NAPRED (kyrillisch НАПРЕД; severostaranisch Nacionalni Preporod, übersetzt Nationale Wiedergeburt) ist eine nationalistische und nationalkonservative Partei in der Sozialistischen Bundesrepublik Severanien. Sie ging aus dem autoritär-nationalistischen Flügel der früheren Narodna Stranka Vesterana hervor und formierte sich nach deren Auflösung zunächst innerhalb der Nachfolgepartei Jedinstvo. Nach einer Phase politischer Marginalisierung wurde die Partei im Juli 2008 neu organisiert und tritt seither erneut im severanischen Parteiensystem in Erscheinung.

Die Partei ist insbesondere in Vesteran und Teilen Pelagoniens verankert. Bundespolitisch blieb sie meist hinter der Jedinstvo und später PROGRES zurück, stellte jedoch mehrfach Präsidenten Severaniens sowie Regierungschefs und Präsidenten einzelner Teilrepubliken.

Ideologie und Programm

Kundgebung der NAPRED am 08.02.2026
Kundgebung der NAPRED am 8. Februar 2026 in Vinasy

Die NAPRED vertritt eine nationalpatriotische und staatsorientierte Programmatik. Im Mittelpunkt stehen Fragen der staatlichen Souveränität, inneren Sicherheit sowie der wirtschaftlichen Eigenständigkeit Severaniens. Die Partei betont traditionelle Werte wie Familie, Sprache, Religion und nationale Kultur und spricht sich für eine stärkere Rolle des Staates in Sicherheits-, Energie- und Industriepolitik aus.

Außenpolitisch vertritt die Partei einen souveränistischen Kurs. Internationale Kooperationen werden grundsätzlich unterstützt, sofern sie den Interessen Severaniens dienen. Einer stärkeren politischen Einflussnahme ausländischer Staaten oder internationaler Organisationen begegnet die Partei zurückhaltend.

Programm 2004–2012

Das erste Parteiprogramm war stark von nationalstaatlichen und ordnungspolitischen Vorstellungen geprägt. Die Partei betonte die Einheit der staranischen Völker und strebte einen unabhängigen Nationalstaat an, der soziale Gleichheit mit nationaler Identität verbinden sollte. Die politische Sprache dieser frühen Phase war deutlich konfrontativer und stärker auf kulturelle Homogenität ausgerichtet.

Programm 2013–2024

Mit der programmatischen Neuaufstellung 2013 näherte sich die Partei in mehreren Punkten der föderalen Verfassungsordnung Severaniens an. Die NAPRED bekannte sich ausdrücklich zur Demokratie, zur Multikonfessionalität des Bundesstaates sowie zur föderalen Ordnung. Gleichzeitig rückten wirtschaftliche Selbstversorgung, soziale Stabilität und konservative Gesellschaftspolitik stärker in den Vordergrund.

Programm seit 2025

Auf dem LII. Parteitag im Oktober 2025 verabschiedete die Partei ein neues Grundsatzprogramm. Dieses betont nationale Selbstbestimmung, innere Sicherheit, wirtschaftliche Unabhängigkeit und die Ablehnung globaler Einflussnahme. Darüber hinaus werden Ordnung, Disziplin, patriotische Bildung und die Förderung heimischer Unternehmen hervorgehoben.

Geschichte

Gründung und erste Präsidentschaft (2004–2006)

Die frühe NAPRED entstand aus nationalistischen und konservativen Strömungen innerhalb der Jedinstvo sowie ehemaligen Mitgliedern der Narodna Stranka Vesterana. Trotz inhaltlicher Überschneidungen galt die Partei früh als gesellschaftspolitisch konservativer und stärker sicherheitsorientiert als die Jedinstvo.

Parteivorsitzender Đorđe Vještica unterlag bei den Präsidentschaftswahlen 2004 der Kandidatin Dana Pavlović (Jedinstvo), wurde jedoch am 6. März 2005 zum dritten Präsidenten der Bundesrepublik Severanien gewählt.

Neugründung und zweite Präsidentschaft (2008–2010)

Nach innerparteilichen Konflikten und dem zeitweisen Rückzug aus der aktiven Politik wurde die Partei 2008 durch Nikola Mihajlov, Zoran Seljak und Radovan Radenković neu organisiert.

Đorđe Vještica

Mit dem Wahlsieg Radovan Radenkovićs im Herbst 2009 stellte die Partei erneut den Präsidenten Severaniens. Während seiner Amtszeit konzentrierte sich die NAPRED insbesondere auf Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Dazu gehörten der Ausbau der Raketenabwehr sowie die Fortführung des severanischen Atomprogramms.

Bedeutungsverlust und Reform (2011–2020)

In den folgenden Jahren verlor die Partei bundespolitisch an Bedeutung. Zwar gelang es ihr insbesondere in Vesteran, Pelagonien und teilweise Kaysteran, regionale Wahlerfolge zu erzielen, eine landesweite Durchsetzung blieb jedoch aus.

2013 verabschiedete die Partei ein neues Programm, das die föderale Ordnung Severaniens stärker berücksichtigte und gesellschaftspolitisch gemäßigter formuliert war.

Radovan Radenković

Ćetković-Skandal und Wahlerfolge (2020–2022)

Nach dem Wahlsieg des NAPRED-Kandidaten Aleksandar Ćetković im Jahr 2020 wechselte dieser überraschend zur Domovina. Der Parteiwechsel löste innerhalb der NAPRED eine schwere Krise aus.

In der Folge kehrte Radovan Radenković in die aktive Politik zurück und wurde im September 2021 erneut Präsident Severaniens. Nach seinem Rückzug im November 2022 geriet die Parteiführung erneut in interne Konflikte. Die Partei verlor in den folgenden Wahlen an Zustimmung und blieb bundespolitisch hinter Jedinstvo und PROGRES zurück.

Rückkehr des „Falken“ (2023–2024)

Ab 2023 gewannen Nikola Mihajlov und Dušan Rajić erneut größeren Einfluss innerhalb der Partei. Während des Konflikts mit Ratelon vertrat Mihajlov eine harte außenpolitische Linie und sprach sich unter anderem für die vollständige Eingliederung Süd-Freisteins in den severanischen Staatsverband aus.

Neuaufstellung und Spaltung (seit 2024)

Snežana Jelić

Ab 2024 bildete sich innerhalb der Partei ein neues Lager um Snežana Jelić und Petja Radeva. Nach innerparteilichen Auseinandersetzungen über die zukünftige Ausrichtung der Partei verließ Nikola Mihajlov die NAPRED und schloss sich der Domovina an.

Seitdem wird die Partei von Snežana Jelić geführt, die seit 2025 zugleich Premierministerin Vesterans ist.

Regierungsverantwortung

Die NAPRED stellte mehrfach Präsidenten Severaniens sowie Regierungschefs und Präsidenten einzelner Teilrepubliken. Zu den wichtigsten Amtsträgern der Partei zählt Radovan Radenković, der zweimal Präsident Severaniens sowie mehrfach Premierminister Vesterans war. In Pelagonien stellte die Partei mit Nikola Mihajlov und Petja Radeva mehrfach den Präsidenten der Republik. In Kaysteran gewann Dušan Rajić 2012 die Präsidentschaftswahl und amtierte anschließend zeitweise als Außenminister Severaniens.

Trotz einzelner Wahlerfolge blieb die Partei auf Bundesebene meist kleiner als die dominierende Jedinstvo beziehungsweise später PROGRES.

Wahlergebnisse

Bei den Wahlen zur Bundesversammlung etablierte sich die NAPRED seit den 2020er-Jahren als regelmäßige dritte Kraft im severanischen Parteiensystem. Bei der Wahl im Januar 2023 erreichte die Partei 14,3 % der Stimmen. Im März 2024 erhielt sie 20 %, im August 2024 22,2 % und im Dezember 2024 12,5 %. Im April 2025 erreichte die Partei erneut 20 %, bevor sie bei den Wahlen im September 2025 auf 9 % und im Februar 2026 auf 10 % zurückfiel.

Die Wahlergebnisse zeigen deutliche regionale Unterschiede. Während die Partei in Vesteran und Teilen Pelagoniens regelmäßig größere Unterstützung erzielt, bleibt ihr Einfluss in Aressinien und Kaysteran geringer.

Organisation und Struktur

Höchstes Organ der Partei ist der Parteitag, der über Programme, Satzungsänderungen und die politische Ausrichtung entscheidet. Zwischen den Parteitagen übernimmt der Oberste Rat (Vrhovno Veće) die politische Führung der Partei.

Der Generalsekretär führt die laufenden Geschäfte der Partei und vertritt sie nach innen und außen. Seit 2024 bekleidet Snežana Jelić dieses Amt.

Symbolik

Die Parteifarbe der NAPRED ist Türkisblau. Seit 2024 verwendet die Partei ein Erscheinungsbild mit einem stilisierten Adler. Die Partei verwendet traditionell die kyrillische Form des Parteinamens, insbesondere in Vesteran und Pelagonien, wo die kyrillische Schrift gesellschaftlich stärker verbreitet ist. Seit 2026 tritt die Partei auf föderaler Ebene erstmals verstärkt auch unter der lateinischen Schreibweise ihres Namens auf.

Siehe auch